Cognitive Cities Conference – denkende Plätze, gehackte Städte

Das urbane Leben wird noch vernetzter – der Public Space wird zur (politisierten) Programmieraufgabe

Die Cognitive Cities Conference (26./27.2.2011, Berlin Neukölln und Kreuzberg) war eine große Sache. Adam Greenfield, Georgina Voss und andere top Talks – und als Moderator Ben Hammersley, so macht es Freude über die Zukunft der Stadt gemeinsam nachzudenken. Die Stadt wird immer kognitiver, ist klar, denn jeden Tag gibt es mehr Sensoren, Prozessoren, intelligente Software, die verbaut werden. Die Dinge, Gebäude, Vehikel und Verkehrssysteme werden “denkender” (pardon für den Anthropomorphismus).

The Living City is unplanned (but not completely, as you see)

Lawrence Lessig: Code is Law

Nehmen wir Informationswände, die per Kamera erkennen welches Alter und Geschlecht die Betrachter haben – etwas agiert und es ist kein Mensch. Der öffentliche Raum wird zugleich zum Raum, der mit immer mehr Daten und Informationsauf- und abnehmern angfüllt ist. Wohin wandert die Information,

data participation slide cocities
Data feeds Participation – Participation creates Data

was könnte man damit machen – außer etwa die Überwachung von Plätzen zu optimieren oder Werbung zielender zu machen? Was macht die Halbtransparenz, was das Wissensgefälle mit unserem Verhalten und Erleben? Erinnern wir uns an den bekannten Satz von Lawrence Lessig: Code is Law. Wenn Architektur gebaute Macht ist, dann sind die neuen programmierten Räume alles andere als nur eine Ingenieursaufgabe. In ihre Regelsysteme können Vorurteile eingehen und Ideologeme, bewusst wie unbewusst. Damit ist just der “kognitive” Part, die wirksame technikbasierte “Intelligenz” ein Politikum, das der gesellschaftlichen Debatte harrt.

Update wird folgen

Für jetzt soll das reichen. Das “Digitale” kommt heute kaum mehr anders vor als in sozial-verknüpfter Form. Hinzu kommen die sozialen Folgen, neue kulturelle Muster etc. Damit sind wir mitten in der “Social Wave” (easy to grasp, hard to define) mit ihren vielfältig interferierenden Themen. Eine Auswertung der Konferenz unter dem Gesichtspunkt der “Social Wave” soll demnächst folgen, wenigstens in knapper Form, also Minmum die Learnings.

hashtag #cocities • blog: cognitivecities.com • Cognitive Cities Conference

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4 thoughts on “Cognitive Cities Conference – denkende Plätze, gehackte Städte

    1. Ich finde bei Kurzweil den Kältestrom des Fortschritts (Verbeugung v. W. Benjamin) und bin defly kein Fan, aber: Keep me posted.

  1. Kurzweil irritiert, und doch löst er Debatten aus! Erst durch Reden entstehen neue Ideen, woraus sich menschliches Tun ableitet.

    Wenn man sich die Entwicklungen in Ägypten anschaut, und wie schnell Mashup-Karten mittels moderner Technik umsetzbar waren (innerhalb von Stunden), dann sieht man schon, was geht.

    Welche Namen sind für Dich relevant in der Diskussion?

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